A small white cottage sits alone on a vast brown hillside as low cloud rolls over the ridge above — from a BRÍ Wellness blog post on overthinking, chronic stress, and the connection between sustained mental load and immune resilience.

Wenn übermäßiges Denken zu Stressüberschuss führt

Updated 1 March 2026

Ein paar Tage nach einigen stressigen Wochen wurde ich richtig krank: Fieber, Gliederschmerzen, Erschöpfung und ein Schub meiner Colitis ulcerosa, der die Woche noch unangenehmer machte.

Es war wieder eine lange Phase geistiger Überlastung: späte Nächte, ständige Updates und viel zu wenig Schlaf. Ich hatte meinen Körper einfach überfordert. Als ich mir schließlich einen vermutlich harmlosen Virus einfing, fehlten meinem Immunsystem die Reserven, um ihn zu bekämpfen. Was eigentlich nur ein Schnupfen hätte sein sollen, endete in einem kompletten Zusammenbruch.

Dieses Muster ist nicht neu. Jedes Mal, wenn ich mich über einen längeren Zeitraum stark konzentrieren muss oder einer hohen kognitiven Belastung ausgesetzt bin (etwa einer Projektfrist, einer Reihe intensiver Nachrichten oder einfach zu viel Zeit mit der Analyse von Dingen, die eigentlich keiner Analyse bedürfen), schaltet mein Körper irgendwann ab. Es ist kein emotionaler Zusammenbruch, sondern die Reaktion meiner Physiologie.

Anhaltender Stress führt zu einem erhöhten Cortisolspiegel. Kurzfristig ist das hilfreich: Es steigert die Konzentration und hält wach. Hält der Stress jedoch an, gerät das Immunsystem aus dem Gleichgewicht. Studien zeigen, dass dauerhaft hoher Cortisolspiegel die Immunantwort schwächt und Entzündungen verstärkt. Infektionen werden langsamer bekämpft, während die Entzündung im Körper weiterbrennt.

Für Menschen mit entzündlichen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa ist diese Kombination verheerend. Man ist gleichzeitig geschwächt und überentzündet. Wenn ich also in Stressphasen einen Schub bekomme, ist das nicht nur Einbildung. Mein Immunsystem verschiebt seine Prioritäten und richtet dabei ein heilloses Durcheinander an.

Es ist der ständige Input. Die endlosen Updates, Kennzahlen, Deadlines, das Hintergrundrauschen. Selbst wenn man sich nicht bewusst gestresst fühlt, verarbeitet das Gehirn ständig kleinste Bedrohungssignale. Diese stetige Aktivierung hält den Körper leicht im Kampf-oder-Flucht-Modus. Hält das lange genug an, spürt man die Folgen: Schlafstörungen, Entzündungen, die immer wiederkehrenden Erkältungen, die einfach nicht verschwinden wollen. Das ist keine Dramatik. Das sind Fakten.

Stress lässt sich nicht vermeiden, aber ich kann lernen, wie mein Körper damit umgeht. In Phasen hoher Belastung nehme ich regelmäßig BRÍ Calm. Ashwagandha und Rhodiola helfen, den Cortisolspiegel zu senken, ohne die Energie zu beeinträchtigen. BRÍ Immunity versorgt mich mit Zink und Vitamin D, was besonders hilfreich ist, wenn die Tage kürzer werden. Ich habe auch gelernt, bewusster mit Informationen umzugehen: weniger endloses Scrollen durch negative Nachrichten, mehr gezieltes Lesen. Ich möchte lieber Zusammenhänge verstehen, als mich von Chaos überwältigen zu lassen. Und ich achte wieder mehr auf die Grundlagen: ausreichend Schlaf, Bewegung und Zeit im Freien. Einfache Dinge, aber erstaunlich wirkungsvoll.

Das ist alles kein Wundermittel. Es bedeutet lediglich, meinem Körper die gleiche Pflege zukommen zu lassen wie einem Auto oder Laptop: vorbeugend, nicht reaktiv.

Ich neige immer noch dazu, Dinge zu überanalysieren; so verarbeite ich die Welt. Aber ich merke immer besser, wann Neugier und Grübelei in Überforderung umschlagen. Wenn meine Colitis ulcerosa einen Schub hat oder ich mir jeden Virus einfange, ist das keine Schwäche. Es ist Biofeedback. Mein Körper sagt mir, dass ich mich neu ausrichten muss.

Stress wird nicht verschwinden. Die Welt wird immer neue Schlagzeilen, neue Fristen, neue Dinge bieten, die unsere Aufmerksamkeit fordern. Der Unterschied ist jetzt, dass ich Erholung genauso ernst nehme wie Engagement. Man kann informiert bleiben und trotzdem seine Kapazitäten schonen. Man kann sich stark engagieren, ohne sich dabei zu verausgaben.

Das ist keine Apathie. Das ist Durchhaltevermögen.




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